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Gefährdung durch Autos von Eltern

Eine Gefährdung von Kindern beim morgendlichen Schulweg wird leider oft durch Eltern verursacht, die ihre Kinder mit dem Auto direkt bis vors Schultor bringen.

Kinderbeauftragte Jannica Wiesweg

1024px-Heimburg Kinder auf dem Schulweg

Dort werden andere Kinder behindert und sogar gefährdet, da die haltenden Autos die Sicht auf den Straßenverkehr nehmen.

Um zu verstehen, warum das Autowirrwarr der Eltern, die ihre Kinder bis vors Schultor bringen, die Kleinen gefährden können, muss man wissen, wie Kinder im Grundschulalter sehen und hören.

Ihr Gesichtsfeld ist nämlich noch deutlich eingeschränkt. So können Grundschulkinder Gefahren von der Seite nicht aus den Augenwinkeln heraus erkennen, wie das bei Erwachsenen der Fall ist.

Geräusche, die wir Erwachsenen eindeutig aus einer Richtung identifizieren können, kommen bei Kindern zusammen mit anderen Geräuschen eher als "Geräuschsalat" an. Hier sind Kinder eindeutig benachteiligt und können oft gefährliche Geräusche, etwa durch heran nahende Autos oder Motorräder, nicht richtig einordnen.

Statt also die Kinder diesem Stress vor dem Schultor auszusetzen, halten Sie doch lieber ein paar Straßen von der Schule entfernt, so dass Ihr Kind zwar noch etwas laufen muss, aber dennoch einen sicheren Schulweg hat und nicht gerade besonders gefährliche Stellen passieren muss.

Zum Bild: Früher ging der Schulweg der Kinder über Stock und Stein. Ob er sicherer als heute war, sei auch mal dahin gestellt... Bild: Wikicommons, Gemälde von E. von Heimburg (1858 - 1907).